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Speedys Filmtagebuch


Speedys Filmtagebuch - A History of Violence

A History of Violence

Review von BumBum

 

A History of Violence

Gesehen am:
08.11.2005

Wo gesehen:
Innenstadt Kinos Stuttgart

  Review:
Erst mal – wie üblich - zum Inhalt:

Tom Stall (Viggo Mortensen) führt ein durch und durch zufriedenes Leben im sympathischen Kleinstädtchen Millbrook, Indiana. Die Arbeit im örtlichen Coffeeshop macht Spaß, seine Ehe mit der hübschen Anwältin Edie (Maria Bello) verläuft prächtig und die gemeinsamen Kinder Jack (Ashton Holmes) und Sarah (Heidi Hayes) runden die perfekte Idylle ab.
Doch ein schreckliches Ereignis löst eine Kettenreaktion voll von Gewalt und Misstrauen aus, welche die heile Welt zu zerstören droht: Als zwei brutale Räuber den Coffeeshop überfallen und die Gäste terrorisieren, reagiert Tom geistesgegenwärtig und erschießt die beiden gesuchten Mörder.
Der bescheidene Familienvater wird daraufhin als Held gefeiert, dem unvermeidlichen Medienrummel möchte er jedoch so gut es geht entfliehen. Eines Tages kreuzt der zwielichtige Gangsterboss Carl Fogarty (Ed Harris) auf und konfrontiert ihn mit einer schier unglaublichen Behauptung: Tom Stall heiße eigentlich Joey Cusack und er habe noch eine Rechnung mit ihm offen. Tom bestreitet dies und setzt sich gegen die zunehmenden Angriffe Fogartys zur Wehr...

Zur Kritik:

Der Film hält zumindest, was der Titel verspricht, denn Regisseur David Cronenberg geht nicht gerade zimperlich mit seinen Schauspielern und Zuschauern um. Denn das Blut sieht man mehr als nur einmal spritzen und etliche Knochen brechen dabei auch. Dazu kommt noch ein häufig blutverschmierter Viggo Mortensen --> Dieser Film ist definitiv nichts für Zartbesaitete.

„Nun aber endgültig zu „A brief History of Time…äh…Violence“. David Cronenberg versucht in seinem neusten Film, dem Zuschauer zwei Stunden lang vor Augen zu führen, dass auch die biederste Spießer-Identität im idyllischen Vorstadt-Amerika von Gewalt durchzogen ist. Der Film beginnt mit einer knappen Vorstellung der beiden das ganze Chaos auslösenden Gangster, bei der man sich schon fragt, ob der Regisseur nun Cronenberg oder doch Tarantino heißt. Dann heißt es allerdings erstmal: Luft holen und – stellenweise bis zum Erbrechen – die Sonne in irgendeiner x-beliebigen Kleinstadt im amerikanischen Mittelwesten aufgehen zu lassen. Familien-, Sexual- und Berufsleben – keine Sparte wird ausgelassen, um auch dem dümmsten Zuschauer klar zu machen: Hier ist die Welt nicht nur morgens um sieben noch in Ordnung. Tom, Edie und die beiden Kinder sind nicht nur die perfekte Familie, sie führen auch noch das dazugehörige perfekte Leben. Einzig in der Schule lassen vereinzelte Streitereien um den Alphatier-Status schon aufblitzen, was in größerem Maßstab bald über die Stalls hereinbrechen wird.
Die Störung dieser Ruhe – wie könnte es auch anders sein – wird von außen in den Ort hineingetragen und wie ihr ja oben in der Inhaltsangabe schon lesen konntet, beginnt mit immer neuen ortsfremden Menschen (egal, ob es nun kleinere Gangster, ausgebuffte Mafiosi oder die Medien sind) eine „tour de force“, die nicht nur das Leben Tom Stalls, sondern auch das seiner Familie vollkommen umkrempelt. Spätestens nachdem Tom zum zweiten Mal mit einer Überzahl an ihn bedrohenden Personen fertig geworden ist, steht für seine Frau fest: Dieser Mann, ihr Mann, kann nicht derjenige sein, für den sie ihn jahrelang gehalten hat."

Mehr will ich natürlich nicht verraten, denn ansonsten könnte man ja gleich daheim bleiben.

Ich hatte sehr hohe Erwartungen an den Film, die für mich leider nicht erfüllt wurden. Ein Teil davon geht wahrscheinlich auf die Kappe der Synchronisation – fand ich einfach nicht sonderlich passen was die Stimmen angeht. Dazu kam noch der etwas andere Erzählstil – sehr langsame Erzählweise und tiefes Eingehen auf die einzelnen Charaktere. War nicht so ganz mein Fall, da ich es insgesamt nicht so spannend wie gehofft fand. Dazu war für mich nach etwas 2/3 des Film – nach der Auflösung von Tom Stall – die Lust raus. Irgendwie kann ich den Film nur sehr schlecht einordnen. Bildtechnisch gab es ein paar sehr schön Szenen und auch die wirklich sehr brutalen Gewaltszenen haben ihre Wirkung nicht verfehlt. Aber insgesamt hatte mir die Spannung gefehlt – ist wohl am Ehesten ein Minithriller mir einem sehr gesellschaftskritischen Touch. Dabei nicht wirklich schlecht, aber auch nicht gerade der Film des Jahres.

Meine Wertung: 6 von 10 Punkte
Action
Humor
Spannung
Anspruch

Durchschnittliche Userwertung: 5 Punkte

 

Kommentare:

Knuddel hat den Film gesehen und schreibt am 17.11.2005 - 09:14 Uhr:
Hmm...ich hab auch totale Probleme, den Film zu bewerten. Erstmal hab ich die Aussage nicht kapiert. Es wurde mehr die Geschichte von Tom Stahl erzählt, aber eine Moral o.ä. konnte man da nicht rauslesen. Dann fand ich die Sexszenen absolut unpassend. Mir macht ja sowas echt nix aus, aber bei der ersten dachte ich, ich wäre in nem Soft-Porno gelandet und die zweite war sowas von absolut sinnlos und überflüssig für den Film (und auch unlogisch)....naja. Komischer Film. Nicht schlecht. Aber irgendwie hat was gefehlt.

Meine Wertung: 5 von 10 Punkte


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