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Speedys Filmtagebuch


Speedys Filmtagebuch - Apocalypto

Apocalypto

 

Apocalypto

Gesehen am:
14.12.2006

Wo gesehen:
Ufa Palast Stuttgart

  Review:
"Pranke des Jaguars" ist der Sohn des Häuptlings in einem Maya Dorf. Alles was er weiss, hat er von seinem Vater gelernt und gibt es selbst an seinen Sohn weiter. Schon immer haben diese Dorfbewohner hier im Wald gewohnt. Sie bezeichnen ihn sogar als ihren Wald.
Eines Tages werden sie von anderen Kriegern überrascht und überfallen. Männer wie Frauen werden gefangen genommen und verschleppt. Kinder lassen die brutalen Angreifer zurück.
"Pranke des Jaguars" kann seine Familie zwar noch verstecken, wird dann jedoch auch verschleppt. Ein Kampf auf Leben und Tod beginnt …

Vorbei sind die Zeiten, als Schauspieler Mel Gibson noch selbst vor der Kamera stand. Erneut hält er sich bei seinem neuesten Werk "Apocalypto" wieder nur hinter selbiger auf.
Im Grunde genommen ist die Geschichte seines Filmes nicht unbedingt etwas besonders. Deren Umsetzung dagegen schon. Zunächst einmal dreht Gibson wie schon bei Die Passion Christi, lediglich in Originalsprache. Bei "Apocalypto" bedeutet dies erneut, dass es der Zuschauer mit vielen Untertiteln zu tun bekommt. Denn vermutlich werden die wenigsten die Sprache der Mayas beherrschen.
Die Schauspieler waren dessen übrigens auch nicht mächtig. Diese sind genau genommen gar keine Profis ihres Fachs. Vielmehr wurde sie von der Crew explizit für diesen Film in ganz Südamerika zusammengecastet. Ein gewagter Schritt, welcher jedoch voll aufgegangen ist. Durch die Bank können die vielschichtigen Charaktere voll überzeugen. Ein Punkt, welcher den Film sehr viel Glaubwürdigkeit verleiht.
Dazu trägt auch die hervorragende Kameraarbeit vor sehr authentischer Kulisse bei. Gut, vieles ist zwar einfach und schlicht gehalten, doch ist es vor diesem geschichtlichen Hintergrund durchaus positiv zu werten!
Die packende Inszenierung und mit der Kamera stets am richtigen Ort zu sein, das ist eine Eigenschaft welche man Mel Gibson gewiss nicht absprechen kann. Zwar musste er als Regisseur schon viel Kritik einstecken, doch in diesen Punkten kann er zweifelsfrei überzeugen.
Wie schon bei Die Passion Christi, setzt er jedoch erneut ein überhaus hohes Maß an Gewalt und Bluttaten in seinem jüngsten Film ein. "Apocalypto" stellt zwar nie den Anspruch überaus historisch korrekt und belegbar zu sein, doch sollte dies dem Zuschauer auch klar sein. Wer kein Blut sehen kann und Gewalt verabscheut, wird mit dem Film garantiert nicht glücklich. Einerseits kann dies zwar damit gerechtfertigt werden das es eben eine raue Zeit und brutale Kultur war, doch schlägt der Film stellenweise schon etwas über die Stränge. Das Prädikat "Keine Jugendfreigabe" der freiwilligen Selbstkontrolle ist damit in meinen Augen auch absolut gerechtfertigt.

Die Inszenierung des Themas ist bis auf ein paar Kleinigkeiten daher wirklich sehr gut gelungen. Das ca. 140 Minuten lange Werk, driftet jedoch ab und zu etwas in ein reines bildgewaltiges Monster ab. Story, Hintergrundinfos und Beweggrunde geraten zu oft, zu sehr ins Abseits. Zwar wird "Pranke des Jaguars" noch ausreichend Umschrieben und Charakterisiert, doch bleiben seine Widersacher absehen von ihrer Hautbemalung recht blass. Schade, hier wäre eindeutig mehr drin gewesen.

Mel Gibsons Werk "Apocalypto" zeigt einen äußerst rauen und brutalen Einblick in den Überlebenskampf eines Jungen Mayakriegers. Das Urwaldabenteuer ist äußerst packend und visuell hervorragend inszeniert. Schwächen finden sich absehen von den teilweise beinahe Gewaltverherrlichenden Szenen eher in den mageren Hintergrundgeschehnissen. Dennoch sehenswert!

PS: Lieber Constantin Films Verleih. Schaut ihr euch eure eigenen Filme eigentlich auch mal selbst an? Vermutlich nicht, denn sonst wäre euch sicherlich aufgefallen, dass eine weiße Untertitel Schrift auf weißem Hintergrund absolut nicht lesbar ist. Unfassbar!
Meine Wertung: 7 von 10 Punkte
Action
Humor
Spannung
Anspruch

Durchschnittliche Userwertung: 7.7 Punkte

 

Kommentare:

BumBum (http://www.BumBum2000.de) hat den Film gesehen und schreibt am 20.12.2006 - 07:00 Uhr:
Sehr gut inszinierter, blutrünstiger Kampf eines Mayakriegers ums Überleben - Leider bleibt dabei die Story auf der Strecke, so dass man einfach viel zu wenig Hintergrundinformation bekommt. Schade eigentlich, denn das Gezeigte macht wirklich Spaß und ist sogar relativ kurzweilig und unterhaltsam. Dazu sehr gute Aufnahmen im Jungel und ein ordentlich Soundtrack - da wäre definitiv mehr drin gewesen.....

Meine Wertung: 7 von 10 Punkte

Sören hat den Film gesehen und schreibt am 21.12.2006 - 18:37 Uhr:


Meine Wertung: 8 von 10 Punkte

Sören hat den Film gesehen und schreibt am 21.12.2006 - 19:20 Uhr:
Definitiv ein spannender und kurzweiliger Film, die Kameraeinstellungen waren super. Für meinen Geschmack sehr realistisch, man kann gut nachfühlen was Pranke des Jaguars alles durchmachen muss. Ein Mensch wächst durch die Not aus sich heraus. Einzigstes Manko: Die Hintergrundinformationen fehlen!!!

Meine Wertung: 8 von 10 Punkte


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