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Speedys Filmtagebuch


Speedys Filmtagebuch - Brokeback Mountain (Preview)

Brokeback Mountain (Preview)

 

Brokeback Mountain (Preview)

Gesehen am:
06.03.2006

Wo gesehen:
Gloria Stuttgart

  Review:
Amerika, Wyoming Anfang der 60er Jahre. Für viele Junge Menschen ist das Leben hart geworden. Arbeit zu finden ist nicht mehr ganz so leicht wie früher. Der Rancher Ennis del Mar (Heath Ledger) versucht einen Job bei einem Schafzüchter zu bekommen. Dort trifft er auf den Rodeoreiter Jack Twist (Jake Gyllenhaal). Augrund von drastischen Verlusten im Vorjahr, sollen die beiden auf die Schafe von Joe Aguirre aufpassen. Bei der Einsamkeit der Berge kommen sich die Zwei schließlich etwas näher …

Jetzt nachdem „Brokeback Mountain“ nur den Oscar für die Beste Regie, Musik und Drehbuch gewonnen hat, ergab sich die Gelegenheit den Film in einer Preview zu begutachten. Die Erwartungshaltung war natürlich entsprechend hoch. Zu Beginn kann der Film diese auch voll erfüllen. Freunde der ruhigen Naturaufnahmen werden bei Anblick der Berge Herzklopfen bekommen. Die Kameraeinstellungen sowie die Farbgebung der Aufnahmen sind wirklich wunderschön anzusehen. Die begleitende Gitarrenmusik hat dabei die Oscarauszeichnung redlich verdient. Lange ist es her, dass sich ein solch minimalistischen Theme so Tief in den Köpfen der Zuschauer eingebrannt hat.
Optisch ist der Film zu Beginn sicherlich ein Leckerbissen. Ledger und Gyllenhaal fügen sich zu dieser Traumhafen Idylle perfekt ein. Zu Beginn ist deren Schauspiel bewusst minimal ausgefallen. Als sich im weitern Verlauf jedoch die zwei Jungen Männer Ennis und Jack näher kommen, können diese ihre Vielschichtigkeit als Schauspieler unter Beweis stellen. Vor allem die Wandlungsfähigkeit von Gyllenhaal hat mich dabei beeindruckt. War dieser doch vor kurzem noch als Soldat in Jarhead zu sehen. (Wobei Brokeback vor Jarhead gedreht wurde, bei uns aber in umgekehrter Reihenfolge in die Kinos kam).

Die Vielschichtigkeit der Hauptdarsteller lässt sich selbst auch ohne große Probleme auf den ganzen Film Brokeback Mountain übertragen. Die heimliche Beziehung zwischen Jack und Ennis steht zwar im Vordergrund, jedoch ist die Sache deutlich komplexer ausgefallen: Nachvollziehbar dargestellt sind die Probleme mit denen die Beiden zu kämpfen haben. Gesellschaftliche Vorurteile werden dabei genauso abgehandelt wie Familiäre Probleme. Der Film achtet dabei zu jeder Zeit ungemein darauf, den Personen viel Leben einzuhauchen. Dies ist auch bei eher nebensächlichen Randfiguren zu beobachten.

Aufgrund der Thematik schreitet die Erzählgeschwindigkeit des Streifens verständlicher weise eher gemächlich voran. Anfangs hat mich dies nicht gestört, bekomme ich als Zuschauer doch wunderschöne Bilder und Einstellungen geboten. Dies änderte sich bei mir jedoch ab dem Mittelteil. Aufgrund der fehlenden Spannungskurve hat es der Film nicht geschafft, mich weiterhin gut zu unterhalten. Zwar würde ich jetzt nicht behaupten das ich mich langweilte, jedoch war ich beim erblicken des Abspanns auch nicht wirklich traurig. Einen großen Vorwurf kann man dem Film eigentlich nicht machen. Er macht vieles vollkommen Richtig, jedoch würde ich behaupten, dass die Story nicht genug Stoff hergibt um mich über 130 Minuten an dieses doch eher anspruchvollere Thema zu fesseln.

Brokeback Mountain ist ein Film der eher ruhigeren Gangart und man könnte beinahe sagen aus vergangenen Zeiten. Seine Qualität wird gerade zu Beginn seines sehr guten Rufs gerecht. Die Story schafft es jedoch nicht ganz, den Zuschauer über 130 Minuten an das eher anspruchvollere Thema zu fesseln.
Meine Wertung: 6 von 10 Punkte
Action
Humor
Spannung
Anspruch

Durchschnittliche Userwertung: 8 Punkte

 

Kommentare:

Knuddel hat den Film gesehen und schreibt am 07.03.2006 - 10:26 Uhr:
Also, langatmig fand ich ihn auf keinen Fall. Mir hat er sehr gut gefallen und zeigt einmal mehr, wie schwer es in unserer Gesellschaft ist, glücklich zu werden, wenn man sich bloß etwas außerhalb dieser sinnlosen "Norm" bewegt. Der Film erstreckt sich ja über ca. 20 Jahre, angefangen 1963. Und trotz allem wird die Akzeptanz keinen Deut besser. Aber was will man erwarten - in den USA, im tiefsten Süden...
Ein wichtiger Film für viele Menschen in der ganzen Welt!

Meine Wertung: 8 von 10 Punkte

BumBum (http://www.BumBum2000.de) hat den Film gesehen und schreibt am 09.03.2006 - 20:24 Uhr:
Fand den Film wirklich sehr unterhaltsam - fast ohne Längen und dazu noch schöne Landschaftsbilder und einen netten Score - ein wirklich guter und mal etwas anderer Film. Klasse Leistung von beiden Haupdarstellern - nur leider kein tolles Ende

Meine Wertung: 8 von 10 Punkte


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