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Speedys Filmtagebuch


Speedys Filmtagebuch - Lord of War - Händler des Todes

Lord of War - Händler des Todes

 

Lord of War - Händler des Todes

Gesehen am:
24.02.2006

Wo gesehen:
EM Stuttgart

  Review:
Als seine Eltern vorgaben Juden zu sein um aus der Ukraine in die Vereinigten Staaten von Amerika auswandern zu können, war dies für Yuri Orlov (Nicolas Cage) wie eine Einöde durch eine andere zu ersetzten. Er verbringt sein Leben als Aushilfe im Restaurant von Mama und Papa. Unzufrieden mit sich selbst, schlägt das Schicksal eines Tages bei ihm zu: Er wird Zeuge einer blutigen Schießerei. Doch statt verstört zu regieren, entdeckt er seine seltsame Anziehung zu Feuerwaffen. Fortan beschließt er in das gewinnträchtige Waffengeschäft einzusteigen. Mit seinem Bruder als Partner, legt er wenig später eine beeindruckende Karriere als "Warlord" hin. Obwohl er beeindruckende Erfolge feiert, hat natürlich auch dieses Geschäft eine Kehrseite …

"Einfach unglaublich" … dies trifft auf zwei Dinge zu, einerseits der Zynismus mit dem der Film "Lord of War" die Waffenthematik aufgreift, und andererseits die Performance welche Nicolas Cage als Yuri Orlov zum Besten gibt.
Vordergründig ist der Film äußerst witzig, amüsant und vor allem unterhaltsam. Doch beim genaueren Betrachten trügt dieser Schein ungemeint. Immer wieder wird sich der Zuschauer dabei ertappen, wie er über Dinge lacht, welche eigentlich überhaupt nicht witzig sind. Beispiel gefällig? Der Vorspann zeigt neben den "Opening Credits" den Weg einer Gewehrkugel größeren Kalibers. Die Kamera folgt dieses stück Metall durch die komplette Produktionsstätte, weiter in eine Munitionskiste welche auf irgendeinem Schiff verladen wird bis sie schließlich von einem rebellischen Soldaten in das Magazin seines Gewehres gepackt wird. Als die von uns beobachtete Kugel nun endlich zum Abschuss kommt, rast sie schnurgerade in den Kopf eines kleinen Jungen … die Kamera natürlich immer noch in ihrem Windschatten folgend. Witzig … augenscheinlich vielleicht ja … aber schnell wird einem das Lachen angesichts der irgendwie doch traurigen Realität im Halse stecken bleiben.

Lord of War ist gespickt von derartigen Gesellschaftskritiken. Der Film verfolgt dabei aber einen deutlich anderen Weg um dies dem Zuschauer zu zeigen. Stehts sind die Macher bemüht gewesen, den Zuschauer vor allem zu unterhalten. Doch gerade dadurch wird das Werk so erschütternd. Wir können uns über etwas amüsieren das doch genau so - just in diesem Moment - irgendwo auf der Welt wirklich passieren könnte und garantiert auch passiert.

Regisseur Andrew Niccol muss dabei wirklich gebührenden Respekt gezollt werden. Er zeigt in seinem Film nämlich auch die menschlichen Seiten eines Warslords. Nicolas Cage ist es dadurch ermöglicht, in der Zerrissenheit des Yuri Orlov so richtig zu brillieren. Er belügt sich und seine Familie zwar selbst, weiß auch das er dies tut, doch kann einfach nicht anderes. Auch als ihm das Leben schwer mitspielt, findet er nicht die Kraft aufzuhören.
Gleichzeitig nimmt Niccol aber auch kein Blatt vor dem Mund: Wo andere Filmemache wahrscheinlich patriotisch die Amerikaflagge vor die Kamera gebracht hätten, würgt dieser den Staatsoberhäuptern am Ende noch so richtig einen rein. Der Schock sitzt tief, auch bei den Zuschauern.

Grund zur Kritik an "Lord of War" gibt es in meinen Augen eigentlich wenig. Zwischendurch schaltet der Film immer mal wieder einen Gang zurück und legt eine etwas ruhigere Gangart ein. Meist folgen dabei Diskussionen zwischen Yuri und seiner Familie oder seinen Geschäftspartnern.
Der Zuschauer sollte sich im Vorfeld des Filmes jedoch bewusst machen, dass ihn hier kein Actionkracher mit Nicolas Cage in der Hauptrolle erwartet. Der Trailer deutet zwar schon an, dass der Film einerseits witzig, andererseits aber beinahe auch todernst ist. Dieser Aspekte verpackt in einen erschreckend unterhaltsamen Film gab es in letzter Zeit so gut wie gar nicht zu sehen. Deshalb sollte man sich Lord of War auch nicht entgehen lassen!
Meine Wertung: 8 von 10 Punkte
Action
Humor
Spannung
Anspruch

Durchschnittliche Userwertung: 7.5 Punkte

 

Kommentare:

Knuddel hat den Film gesehen und schreibt am 07.03.2006 - 23:51 Uhr:
Auf DVD gesehen:
Hmm...also mir hat die Spannung etwas gefehlt. Aber Nicolas Cage hat eine top Leistung gebracht. Und eine nachdenkliche Message gibts im Großen und Ganzen auch. Trotzdem nicht so ganz mein Geschmack. Gibt besseres.

Meine Wertung: 6 von 10 Punkte

BumBum (http://www.BumBum2000.de) hat den Film gesehen und schreibt am 09.03.2006 - 20:22 Uhr:
Hat mir extrem gut gefallen, vorallem den Kommentar von Niclas Cage den ganzen Film über. Einfach super unterhaltsam (wesentlich besser als Syriana) und doch auch sehr bedrückend - Ein MUSS!

Meine Wertung: 9 von 10 Punkte


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