Speedys Filmtagebuch


Speedys Filmtagebuch - Dear Wendy

Dear Wendy

Review von BumBum

 

Dear Wendy

Gesehen am:
14.09.2005

Wo gesehen:
UFA-Palast Stuttgart

  Review:
Zum Inhalt:

Mit "Dear Wendy" versucht Thomas Vinterberg nach seinem ungeahnten Erfolg seines Films "Festen" das Comeback - mit der Unterstützung von Lars von Trier.

"Festen" - der erste Dogma-Film entstand 1998 und er blieb der Beste – nicht nur unter seinesgleichen. Dogma, das cineastische Keuschheitsgelübde – kein künstliches Licht oder künstlicher Ton, Handkamera und so fort – ist inzwischen für tot erklärt worden. Der Film handelt von einem Familienfest das im Desaster endet, weil sexueller Missbrauch und andere Familienlügen ans Licht kommen. "Festen" war grossartiges Kino, das berührte: ein Geniestreich (<- sollte ich mir wohl auch mal noch angucken).

Nur aber zu "Dear Wendy" – für den Drehbuch sich Lars von Trier, der zuletzt mit seinen Amerika-kritischen Filmen "Dogville" und "Manderlay" (ab Oktober im Kino) für viel Wirbel gesorgt hat, verantwortlich zeigt.

"Dear Wendy" ist eine Parabel über Pazifismus, Waffengewalt und Scheinheiligkeit. Er erzählt die Geschichte von dem friedfertigen Dick (Jamie Bell) der in einer heruntergekommenen Bergbaustadt lebt. Als er eines Tages auf eine kleine Pistole stösst, fühlt er sich trotz seiner glühenden pazifistischen Ansichten seltsam von ihr angezogen. Zusammen mit seiner neuen Freundin Wendy überzeugt er andere Jugendliche, seinem geheimen Club "The Dandies" beizutreten. Dort frönen sie dann ihrer Faszination für Waffen und bleiben trotzdem überzeugte Pazifisten. Und obschon eine der Regeln des Clubs lautet "Ziehe niemals deine Waffe" ist die Katastrophe näher als man denkt.

Meine Kurzkritik:

Zusammenfassend ist die Story als recht überraschungsarm anzusehen, aber dafür kommt die Botschaft doch sehr gut rüber. Alle Jungschauspieler spielen ihre Rollen dabei sehr gut und der Filmstiel mit Erzähler über den ganzen Film hinweg ist dabei gut gelungen. Auch weil man durch den Erzähler gut am Ball – auch bei der ein oder anderen Länge. Mir hat der Film auf jeden Fall recht gut gefallen und vor allem war er nicht so langatmig wie "Dogville" – sicherlich gibt es spannendere Filme, aber wenn man bedenkt worauf der Film zielt ist er doch recht gut geworden. Schade dabei ist leider, dass die FSK den Film aufgrund der geradezu "libidonösen Beziehung des Hauptdarstellers zu seiner Waffe" als KJ (Keine Jugendfreigabe) eingestuft hat. Die Botschaft des Films sollte doch jedem klar genug sein, als dass man den Film falsch interpretieren könnte. Wer Gelegenheit hat sich den Film anzusehen und sich dazu für Filme abseits des Mainstreams interessiert sollte ruhig mal einen Blick riskieren.
Meine Wertung: 8 von 10 Punkte
Action
Humor
Spannung
Anspruch

Durchschnittliche Userwertung: 7 Punkte

 

Kommentare:

Knuddel hat den Film gesehen und schreibt am 18.09.2005 - 16:50 Uhr:
Ich fand ihn wirklich auch recht gut, überraschender Weise. Zwar nicht hochspannend oder mit extrem unvorhersehbaren Wendungen, aber eine gute "Moral von der Geschicht" und auch interessant gestaltet. Kein Mainstream, aber ein guter Film.

Meine Wertung: 7 von 10 Punkte


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