Speedys Filmtagebuch


Speedys Filmtagebuch - AVP: Alien Vs. Predator

AVP: Alien Vs. Predator

Review von ZeroCool

 

AVP: Alien Vs. Predator

Gesehen am:
13.08.2004

Wo gesehen:
Santa Clara, CA - AMC Mercado 20

  Review:
Inhalt dürfte weitgehend bekannt sein, dennoch:

Von jeher sind die Predator, gefürchtete weitentwickelte außerirdische Jäger, aus einem einfachen Grund u.a. auf die Erde gekommen: um sich auf ein Ritual einzulassen das jeder erwachsenwerdende Predator über sich ergehen lassen muß. Um gleichberechtigte Mitglieder der Rasse zu werden müssen die jugendlichen Predator ein komplettes Aliennest erfolgreich zur Strecke bringen (um dann deren Schädel als Siegeszeichen zu beanspruchen). Die Alien schlagen jedoch bei einer dieser Jagdveranstaltungen zurück, was zur kompletten Zerstörung aller Überlebenden (sowohl Predator und Alien, als auch die Eingeborenen des Indianestammes, der die Predator als eine Art Götter ansah und dementsprechend verehrte; u.a. stellten diese dann auch Freiwillige bereit die den Alien zur Fortplanzung dienten - ohne solche hätte schließlich kein Ritual stattfinden können. Nebenbei waren es auch u.a. die Vorfahren der späteren Maya-, Inka- und Aztekenstämme).
Fast 2000 Jahre später gelingt es dem Milliardär Charles Bishop Weyland (der Name kommt einem doch von irgendwo bekannt vor... ) mit Hilfe seiner Satelliten die Pyramide auf der die Spiele damals stattfanden zufällig wiederzuentdecken, tausende Meter unter dem Eis der Antarktis begraben. In dem Wissen das er was wichtiges entdeckt hat, bringt er ein Team zusammen und bricht in Richtung Antarktis auf um die Pyramide zu finden.
spoiler:
Als sie aber angekommen sind wacht die versklavte Alienqueen von ihrem Schlaf auf, was die Produktion von neuen Eiern und facehuggern zur Folge hat - und um die Sache schlimmer zu machen ist ebenfalls ein Raumschiff der Predator angekommen, diese haben die Erde nämlich wieder zu ihrer Liste der geeigneten Planeten für das Ritual aufgenommen. Die neuen jugendlichen Anwärter die an dem Spiel teilnehmen sind dann auch dementsprechend bereit sowohl die Alien, als auch die Menschen die sich mittendrin befinden (und dummerweise nicht wissen das es kein Zufall war das sie die Pyramide gerade jetzt entdeckt haben) zu erlegen.



Es hat Spaß gemacht wieder die Alien und die Predator auf der Leinwand zu sehen, dazu noch zusammen in einem Film der von den Fans lang erwartet wurde. Und natürlich war AVP dann auch unterhaltend, das kann man ihm imo nicht absprechen.
Das Dumme ist nur das durch die Vorlagen ein Potential für viel mehr vorhanden war, als es der Film am Ende bewerktstelligt. Es fehlt sowohl das bedrohliche, beklemmende Gefühl das man manchmal bei den Alienfilmen hatte, als auch der Funfaktor der Predatorteile, von der Klasse der beiden Reihen (vor allen das der ersten beiden Alienteile) ganz zu schweigen.
Das ein solches Niveau nicht erreicht werden würde war zwar auch anzunehmen (nach dem was bekannt war), aber dennoch war es dann immer noch etwas enttäuschend.
Vielleicht war Paul Anderson auch der falsche Mann, das Projekt etwas zu groß für ihn da ihm die Klasse und Erfahrung eines Scott, Cameron oder McTiernan fehlt.
Die Darsteller sind dann von der Bank weg ebenfalls enttäuschend (als wollten sie dem Ganzen in nichts nachstehen), wenn Schwarzenegger in Predator im Vergleich zu manchen hier wie ein Oscarpreisträger wirkt, muß irgendwas falsch gemacht worden sein. Die gute Nachricht aber ist das es gar nicht so viel ausmacht da die Darsteller zum Glück zur Nebenfiguren sind, hauptsächlich geht es schließlich um die beiden Alienrassen, die das Ganze dann wieder besser aussehen lassen - zwar ebenfalls nicht wirklich 100% gelungen, aber durch die fortgeschrittenere Technik ist so manches besser und einfacher zu bewerstelligen als es früher der Fall war.
Der Score ist leider auch nicht erwähnenswert, nachdem in so manchen Teilen der Reihen dieser eine wichtige Rolle spielte, ist der musikalische Teil nun mehr oder weniger nebensächlich; das soll nicht heißen das dieser Score besonders schlecht ist, sondern das er schlicht und einfach so gut wie gar nicht auffällt (was manche dann in diesem speziellen Fall aber wiederrum als schlecht interpretieren würden, das ist aber Auffassungssache).
Dennoch ist der Film aber immer noch unterhaltsam, man sollte also nicht zu streng sein, es ist nur so das man was Alien und Predator angeht natürlich automatisch eine andere Bewertungs- und Erwartungsskala anwendet als bei jedem anderen 08/15 Film.
Desweiteren könnte ein Problem des Films gegebenenfalls behoben werden, nämlich die fehlende Härte. Das das Härteniveau der Predatorteile nicht erreicht wird war nach der Freigabe kein Wunder, aber das selbst alle Alienteile dagegen wie extreme Gewaltorgien aussehen war schon etwas dürftig...
Anderson hat gesagt das er bei den Schnitten keine Wahl hatte,
spoiler:
(man sieht im Film keinen eizigen Menschen direkt sterben, davor wird immer weggeschnitten, selbst bei den meisten facehuggern)
die Freigabe und die angestrebte Laufzeit hätten ihn zu sehr eingeschränkt - er hat aber eine uncut Fassung auf DVD angekündigt, was das ganze etwas beheben und dementsprechend Anlaß zur Freude geben würde, wären da nicht einige versprochene (und bisher nicht erschienene) längere DVD Fassungen von eben jenem Anderson... mal schauen, vielleicht kommt tatsächlich eine solche DVD raus, zu hoffen wäre es jedenfalls.

Wie erwähnt ist der Film aber bei weitem nicht so schlecht wie es klingt (es klingt nur so schlecht weil er eben mit den bisherigen Teilen verglichen wird), einen Besuch im Kino ist er immer mindestens wert, und sei es nur um die beiden mal wieder auf der Leinwand zu sehen - mit Alien und Predator Bonus kommt er bei mir auf immerhin 6 von 10 Punkten, eine längere DVD Fassung könnte aber noch die 7 erreichen.
Meine Wertung: 6 von 10 Punkte
Action
Humor
Spannung
Anspruch

 

Kommentare:


Kommentar hinzufügen
Nickname
Anti-Spam (Code ins Eingabefeld übertragen)    
Emailadresse (optional)
Homepage (optional)
Film gesehen/Wertung





© 2004 - 2018 Jochen Moßhammer
www.filmtagebuch.net - Version 2.61
Speedys Filmtagebuch