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Speedys Filmtagebuch - Die Bourne Verschwörung

Die Bourne Verschwörung

 

Die Bourne Verschwörung

Gesehen am:
21.10.2004

Wo gesehen:
Ufa Palast Stuttgart

  Review:
Zwei Jahre nach den Ereignissen aus "Die Bourne Identität" leben Jason Bourne (Matt Damon) und Marie (Franka Potente) zurückgezogen in Indien. Jason hat immer noch starke Gedächtnislücken und kann sich nur bruchstückhaft an sein früheres Leben erinnern. Im Grunde sind die zwei glücklich und wohnen zusammen idyllisch nahe des Strandes. Eines Morgens entdeckt Jason jedoch einen auffälligen Mann. Sofort wird ihm klar das sie aufgeflogen sind und er ergreift mit Marie blitzartig die Flucht. Warum er erst jetzt gefunden wurde und was die CIA von ihm will wird ihm erst klar, als er wieder in sein altes Leben zurückfällt: Einen emotionslosen Auftragskiller!

Mit dem Film "Die Bourne Verschwörung" inszeniert Regisseur Paul Greengrass zwei Jahre nach dem Hit "Die Bourne Identität", die Fortsetzung des Agententhriller. Basiert der Film zwar auf den Büchern von Robert Ludlum, geht er trotzdem seinen eigenen Weg und erzählt seine eigene Geschichte.

Als ein kleiner Schock stellte sich anfangs die neue Synchronstimme von Matt Damon als Jason Bourne heraus. Zunächst ist es sehr Gewöhnungsbedürftig ihn plötzlich mit einer anderen Stimme zu hören, wenig später fällt einem dies glücklicherweise recht schnell nicht mehr so stark auf. Ärgerlich ist das ganze aber natürlich trotzdem, denn bei einem gemütlichen DVD Abend oder einem evtl. sogar anstehenden dritten Teil, ist ein Synchronsprecherwechsel alles andere als vorteilhaft.
Der Film beginnt glücklicherweise recht flott ohne langes Vorgeplänkel. Um den Geschehnissen folgen zu können, sollten dem Zuschauer die Ereignisse aus Teil 1 allerdings bekannt sein, denn als allein stehender Film funktioniert "Die Bourne Verschwörung" nur bedingt. Ist allerdings auch gar nicht nötig, denn so erlangt der Film schon von Beginn an etwas mehr Tiefe. Im weiteren Verlauf und vor allem gegen Ende fällt das stellenweise geschickt inszenierte Geschehen allerdings wieder in die Standarteinfallslosigkeit zurück. Sorry, auch wenn der Filmtitel so lautet haut die Story um eine Verschwörungstheorie bei der auch Insider der CIA mitverwickelt sind, heutzutage niemanden mehr wirklich vom Hocker. Zumindest keinen der in den letzen Jahren mal ein Kino von innen gesehen hat und Action bzw. Agententhriller a la James Bond mag. Apopo Bond: Der Bourne Film wurden ja in letzter Zeit einige male damit verglichen doch meiner Meinung ist das nur bedingt angebracht. Insgesamt ist festzuhalten das Bourne durchaus auf mehr Realismus aus ist, als der Agent im Auftrag ihrer Majestät. Actionszenen bei denen viele Special Effekts und CGI-Shorts integriert sind, sucht man bei Bourne nahezu vergeblich. Das meiste wurde hier noch wirklich gedreht und wenn einmal Special Effekts zum Einsatz kommen, sind diese zumindest nicht sofort als solche auszumachen.

Insgesamt dominiert während des gesamten Filmes, mal absehen vom Anfang, ein sehr kühler und rauer Look. Warme Farben sind quasi nicht vorhanden und um zusätzlich die Hektik und das Tempo des Films zu verdeutlichen kommen sehr viele "wacklige" Handycam Aufnahmen zum Einsatz. Insgesamt ein Trend der in letzter Zeit schon häufiger zu beobachten war, doch bei der Bourne Verschwörung wusste man abermals nicht wann es genug ist. Bei Verfolgungsjagden durch die Innenstadt oder einem Kampf zwischen Jason und einem russischen Agenten mögen diese unruhigen Einstellungen ja durchaus ihre Berechtigung haben, aber bei Büroaufnahmen der CIA Ermittlungsarbeit hört dann der Spass irgendwo auf. Auch hier schaukelt das Bild fröhlich vor sich hin und wie es dabei Zuschauern in den vorderen Reihen des Kinos geht will ich mal lieber nicht wissen. Als Sinn für diese Maßnahme könnte man höchstens die Orientierungs- und Hilflosigkeit der Ermittler vermuten, jedoch sollte man annehmen, dass dies dem Zuschauer auch ohne solche Aufnahmen klar wird.

Akustisch ist der Film ordentlich ausgestattet. Die Musikuntermalung passt sich gut dem Geschehen an und verdeutlich damit die Stimmung der Bilder. Wirklich dominierend oder herausragend wird sie dabei aber nicht. Auch beim Thema Soundeffekte schafft es der Film leider nicht über ein "Prädikat Gut" hinauszukommen. Klar, dann wenn laute Effekte gefragt sind ertönen diese auch, jedoch vorwiegend aus dem vorderen Bereich der Boxen. Angesichts dessen das es sich hier um einen Actionfilm handelt, wäre sicherlich mehr möglich gewesen.

Mein Eindruck von "Die Borne Verschwörung" ist als Fazit etwas zwiegespalten. Sicherlich ist der Film trotz seiner kleineren Schwächen in der Story und der etwas zu unruhigen Kameraführung immer noch überdurchschnittlich gut und knüpft nahtlos an seinen Vorgänger an, insgesamt habe ich mir aber mehr erwartet. Die Story hatte in meinen Augen etwas mehr Potential als die im Endeffekt nüchtern betrachtete, simple Verschwörung.
Meine Wertung: 7 von 10 Punkte
Action
Humor
Spannung
Anspruch

Durchschnittliche Userwertung: 7 Punkte

 

Kommentare:

Knuddel hat den Film gesehen und schreibt am 22.10.2004 - 15:43 Uhr:
...war unterhaltsam, aber nicht der Film des Jahres. Während "Die Bourne-Identität" eher spannend war und mehr von einem Thriller als einem Actionfilm hatte, war es bei "Die Bourne-Verschwörung" genau umgekehrt. Kurzweilig ist der Film auf jeden Fall und es lohnt sich allemal, ihn anzusehen!

Meine Wertung: 7 von 10 Punkte

BumBum (http://www.BumBum2000.de) hat den Film gesehen und schreibt am 23.10.2004 - 19:04 Uhr:
So, auch ich kann mich meinen Vorrednern nur anschließen. Der Film war wirklich unterhaltsam und alles in allem nicht schlecht. Aber zu nem hochklassigen Thriller ist es meiner Meinung nach halt doch noch ein großes Stück. Trotzdem habe ich mich sehr gut unterhalten gefühlt und freue mich schon auf Teil 3. Mal sehen wie der dann wird. Wenigstens war das Ende bei Teil 2 nicht so offen wir beim ersten Teil - daher fand ich den 2ten Teil auch ein gutes Stück besser.

Meine Wertung: 7 von 10 Punkte


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