Speedys Filmtagebuch


Speedys Filmtagebuch - The I Inside (FFF 2004)

The I Inside (FFF 2004)

 

The I Inside (FFF 2004)

Gesehen am:
03.08.2004

Wo gesehen:
Metropol Stuttgart

  Review:
Simon Kabel wacht im Krankenhaus in einem Bett auf. Sein Doktor erzählt ihm, dass er einen Unfall hatte und fragt ihn an welches Ereignis er sich als letztes erinnern kann. Simon ist völlig durcheinander und kann seine Gedanken überhaupt nicht ordnen. Es stellt sich heraus, dass der Unfall schon im Jahre 2000 war und Simon ganze 2 Jahre im Koma lag. Zunächst kann er dies alles nicht fassen und auch die Frau, mit der er den Bund der Ehe eingegangen ist, erkennt er nicht wieder.
Kurze Zeit später erwacht Simon erneut in einem Bett. Wieder ist er in einem Krankenhaus, wieder hatte er einen Autounfall. Doch eins ist anders: Dieses mal ist es nicht das Jahr 2002 sondern Simon befindet sich zurück im Jahre 2000 ...

"Houston, wir haben ein Problem" ... tja was soll ich groß sagen, ich hab den Film nicht wirklich verstanden. Von daher kann ich auch nicht viel dazu sagen. "The I Inside" hat eigentlich stilvoll und spannend begonnen, auch wenn die wirklich zahlreichen Sprünge vom Jahr 2002 ins Jahr 2000 und umgekehrt stellenweise sehr ermüdend wirkten. Es ist jetzt nicht so das man sofort auf den ersten Blick erkennt in welchem Jahr sich Simon gerade befindet, nein, die Wechsel geschehen völlig überraschend, ohne Vorwarnung und manchmal wusste ich gar nicht so recht wo wir jetzt gerade sind.
Das ganze wäre ja soweit nicht schlimm, nur kam das Ende für mich völlig überraschend. Irgendwie kann ich dieses dem restlichen Film nicht sinnvoll zuordnen und eigentlich müsste ich mir den Film jetzt noch mal ansehen um mir ein Urteil bilden zu können. Spannend war der Steifen durchaus, und auch die Schauspieler konnten soweit überzeugen. Das hilf nur alles nix, wenn das Ende für mich keinen Sinn ergibt.
spoiler:
Für mich läuft es auf das hinaus, dass Simon in jener Nacht einen Autounfall hatte und um 20:00 Uhr der Herzstillstand eintrat hat. Die Uhrzeit symbolisiert dabei das Jahr 2000 und Simons entgültiger Tod tritt um 20:02 Uhr ein. Deshalb sagt der Doc am Anfang auch zu ihm er wäre Tod gewesen, und zwar für genau 2 Minuten. Soweit so gut, sinnlos ist für mich allerdings die folgende Szene in der Simon wieder in einem Bett erwacht. Ja wie jetzt? Ich dachte, dass Simon in den zwei Minuten zwischen 20 Uhr und 20:02 Uhr vielleicht sein Leben noch mal vor seinem geistigen Auge gesehen hat (sagt man ja so, bevor man stirbt sieht man sein gesamtes Leben noch mal im Zeitraffer) und sich deswegen Realität und Fiktion miteinander vermischten, aber warum wacht er dann kurz darauf abermals in einem Bett auf? Ist das schon das Leben nach dem Tod? Hat er doch alles nur geträumt? Ist er wieder im Jahre 2002 weil er in 2000 gestorben ist? Beginnt alles wieder von vorne damit Simon seine "Fehler" doch wieder gut machen kann? Fragen über Fragen auf die ich keine Antworten habe ...


Tjo ... deshalb geht "The I Inside" jetzt zunächst mal als erster Film in die Geschichte des Filmtagebuchs ein, der (vorerst) mal keine Wertung erhält. Sollte jemand eine schlüssige Erklärung haben bin ich für jeden Hinweis dankbar! Laut IMDb basiert der Film auf dem Buch "Point of Dead", vielleicht lassen sich auch darin Antworten finden. Wer meldet sich freiwillig es zu lesen?

Update: Nach der schlüssigen Erklärung von big.Jay werte ich mal vorsichtig mit 7!
Meine Wertung: 7 von 10 Punkte
Action
Humor
Spannung
Anspruch

Durchschnittliche Userwertung: 7.8 Punkte

 

Kommentare:

BumBum (http://www.BumBum2000.de) hat den Film gesehen und schreibt am 05.08.2004 - 00:28 Uhr:
So, ich habe zwar das gleich Problem, dass mich das Ende doch etwas aus der Bahn geworfen hat - dadurch ist mir der Film auch nicht ganz klar - aber ich gebe einfach mal ne Wertung ab. Durch die Zeitsprünge ist der Film (vorallem) am Anfang nicht einfach zu verfolgen, aber mit dem Lauf des Films kommt man immer besser damit zurecht! Ich fand den Film einfach sehr interessant gemacht und ist von der Story auch nicht langweilig.....wenn ich jetzt mit dem Ende noch was anfangen könnte...... Vielleicht kann uns ja jemand weiterhelfen!

Meine Wertung: 8 von 10 Punkte

Knuddel hat den Film gesehen und schreibt am 05.08.2004 - 01:01 Uhr:
Tja...wenn mal einer die Lösung zu dem Film raus hat, bitte nicht zögern mir zu mailen! *smile* Einigermaßen kann man es sich ja zusammenreimen aber es bleibt doch auch ein großer Teil sehr unklar! Nicht, dass die Zeitsprünge zu verwirrend gewesen wären, ich kam recht gut damit zurecht - aber das Ende verwirrt einen dann doch wirklich! Vielleicht hätte der Film mit verständlichem Ende eine andere Punktzahl verdient - denn das Ende macht ja auch viel bei einem Film aus. So jedenfalls 8/10, da er doch sehr interessant/spannend war und gut in Szene gesetzt!

Meine Wertung: 8 von 10 Punkte

big.Jay hat den Film gesehen und schreibt am 09.08.2004 - 17:41 Uhr:
Für mich ist "the I inside" eine schöne Neuinterpretation des "Jacob's Ladder"-Themas.

Simon liegt im Jahr 2000 im Sterben. Nach dem Unfall mit seinem Bruder und dessen Freundin. Alles was wir sehen, also auch das zweite Aufwachen 2002, findet bloß in seinem Kopf statt. Er mixt, das was er im Sterben sieht (also zB die Sanitäter am Unfallort - A wird zu dem Typen der ihn zur Tomografie bringt, und B zu seiner fiesen Frau Anna) und baut dieses von dem Wunsch getrieben, die Vergangenheit zu ändern, in diese wilde Zeitreisengeschichte um (Das Zahlenspiel mit dem Jahr 2002 in dem er den angeblichen 2. Autounfall gehabt haben soll, steht hier als Sinnbild für eine "2. Chance"). Natürlich reist er nicht wirklich in die Vergangenheit. Und natürlich hat er auch nie eine Frau namens Anna gehabt, die ihm auf die Schliche gekommen wäre - in Wirklichkeit entspringt Anna bloß seiner Fantasie - wie die ganze Geschichte. Sein Vater (den wir am Schluss auf seinen Kinderbildern sehen) wird zu dem väterlichen Doktor auf der 2002-Ebene seiner Fantasterei. Und der ihn verfolgende Giftspritzer ist natürlich auch nur eine Mischung aus den Tatsachen, dass er Spritzen kriegt und einem unterbesussten Bild dafür, dass ihm der Tod auf den Fersen ist.

Er weiß, er hat gerade seinen Bruder und dessen Verlobte getötet, und das reut ihn. Er wünscht sich den Fehler, die Beiden auf dem Gewissen zu haben, wieder auszubügeln.

Aber das geht nicht! Das ist die Message des Films: Niemand kann die Zeit zurückdrehen!

Deswegen auch die Szene am Schluss, wo er seinem Bruder wieder in dem Haus begegnet, der ihm zu verstehen gibt, dass er loslassen und sich damit abfinden soll. Sein Bruder versucht ihm zu zeigen, dass es nun nur noch darauf ankommt in Frieden zu sterben.

Aber das kann er nicht, deshalb "wacht" er am Schluss wieder auf und legt die nächste Runde ein.

Damit (könnte man sagen) gibt der Film eine moderne Interpretation dessen, was im Mittelalter Fegefeuer oder Hölle genannt wurde. Der Ort, an dem dich deine Sünden jagen.

Alles klar/ erklärt?

Ich fand den Film richtig klasse!!! Diese Mischung aus Butterfly Effect und Jacob's Ladder hatte es für mich in sich.

Meine Wertung: 8 von 10 Punkte

SpeedStar hat den Film gesehen und schreibt am 10.08.2004 - 09:06 Uhr:
Uff!
Auch wenn ne Menge Sachen drinstecken, danke für die ausführliche Erklärung big.Jay! Hört sich soweit alles logisch und nachvollziehbar an. Muss mir den Film wenn sich die Gelegenheit ergibt aber glaub nochmal ansehen

Solange werte ich jetzt mal vorsichtig mit 7 !

Meine Wertung: 7 von 10 Punkte

Revan hat den Film gesehen und schreibt am 21.04.2006 - 22:38 Uhr:
Die Weinflaschen am Ende sind ein Hinweis darauf, dass Simon schon mehrere male die Geschenisse dursachgespielt hat. Am Ende landet er immer wieder beim Bruder und überreicht ihn eine weitere Weinflasche. Der Bruder stellt ihn immer wieder vor einer (Schein!) Wahl und danach wacht er im Krankenhaus, also wie am Anfang des Films, ohne Erinnerung auf.

Dies führt unweigerlich zu einer Endlosschleife, welche er nicht durchbrechen kann. Eine gelunge Interpretation für eine persönliche Hölle, denn der Gedanke daran ständig so etwas zu erleben ist äußerst beängstigend, oder?

Meine Wertung: 8 von 10 Punkte


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