Speedys Filmtagebuch


Speedys Filmtagebuch - Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels (Preview)

Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels (Preview)

 

Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels (Preview)

Gesehen am:
21.05.2008

Wo gesehen:
Gloria Stuttgart

  Review:
Wir schreiben das Jahr 1957 und befinden uns in einer geheimen amerikanischen Militärbasis, irgendwo in Nevada. Russische Agenten unter der Leitung von Irina Spalko (Kate Blanchett) haben Indiana Jones (Harrison Ford) und seinen Freund Mac in ihrer Gewalt. In der riesigen Lagerhalle suchen sie eine ganz bestimmte Kiste. Der Archäologe und Professor Dr. Jones soll ihnen dabei helfen. Und tatsächlich, Indy findet die Truhe, doch was genau sich darin befindet, weiss nicht einmal er ...

Beinahe zwei Jahrzehnte hat es gedauert, bis der Mann mit dem Hut und der Peitsche zurück auf die große Leinwand kehrt. Verkörpert natürlich wieder vom einzig wahren Harrison Ford. Oft wurde sein Filmego kopiert, doch eben nie wirklich erreicht. Auch hinter der Kamera hat sich mit Regisseur Steven Spielberg und Produzent George Lucas nichts verändert.

Dem starken Auftreten von Harrison Ford und dem insgesamt sehr gelungen Auftakt des Filmes "Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels" ist es zu verdanken, dass der Zuschauer schnell die Jahre zwischen Teil 3 und 4 vergisst. Beinahe ist man versucht zu glauben, dass Indy nie wirklich weg war. Auch die sehr auf Retro getrimmte Optik des Filmes trägt dazu bei, dass sich der Film, trotz zahlreich vergangenen Jahren, gut an seine Vorgänger anpasst. Zudem wurde mit dem Einsatz von Special-Effekt Shots sehr sparsam umgegangen. Leider ist die Qualität der Vorhanden jedoch sehr unterschiedlich. Von atemberaubend bis sofort als Trick zu identifizieren, ist alles vorhanden.
Echte Fans werden sich daran aber vermutlich nicht all zu sehr stören. Waren doch auch die vorherigen Teile nicht unbedingt auf Hochglanzoptik aus. Auch zu den zahlreichen Slapstick-Einlagen würde dies nicht wirklich passen.
Der Humor kommt auch im jüngsten Abenteuer nicht zu kurz. Häufig spielen sich die Gags zwischen Indiana und Mutt Williams, verkörpert von Shia LeBeouf, ab. Dieser fügt sich überraschend gut in den Film ein.
Schwieriger dürfte dies Cate Blanchett gefallen sein. Ihre Rolle als russische Agentin und somit Gegenspielerin von Indiana, enthält nur sehr wenig Tiefgang. Entsprechend blass und langweilig kommt ihre Person deshalb auch daher.

Der Hauptkritikpunkt des Filmes ist jedoch in meinen Augen am Drehbuch selbst fest zu machen. Unzählige Autoren und Schreiben haben sich daran versucht und ebenso viele Fassungen wurden von Steven Spielberg und George Lucas abgelehnt. Da möchte ich gar nicht über deren Qualität nachdenken, wenn ich die nun verfilmte Fassung Revue passieren lasse. Dies ist also das Ergebnis nach jahrelanger Schreibarbeit? Zwar ist die Geschichte nur wirklich schlecht, doch die Suche nach dem Kristallschädel kann zu keinem Zeitpunkt mit der nach dem heiligen Gral oder der Bundeslade mithalten. Schon alleine unter dem Gesichtspunkt der Spannung zieht der Film leider den Kürzeren.

Nach Jahren des Wartens ist Indiana Jones nun endgültig mit einem neuen Abenteuer zurück. Dass er die ins endlose gewachsenen Erwartungen nicht erfüllen kann, überrascht nach einigen verpatzten Fortsetzungen der letzten Jahre vermutlich niemanden mehr wirklich. So erweist sich "Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels" zwar als unterhaltsamer und guter Film, einen Indy in absoluter Topform zeigt er jedoch nicht.
Meine Wertung: 7 von 10 Punkte
Action
Humor
Spannung
Anspruch

Durchschnittliche Userwertung: 2 Punkte

 

Kommentare:

BumBum (http://www.BumBum2000.de) hat den Film gesehen und schreibt am 25.05.2008 - 12:19 Uhr:
Erstmal meinen Dank an Jochen für das ausführliche Review, aber wie es mir scheint hat er vorher etliche Joints geraucht, denn anders kann ich mir die 7 Punkte nicht erklären...

Vorwerg muss ich sagen dass ich Indy in der Schweiz sogar im O-Ton schauen durfte (mit dt. und französischen Untertiteln), was mich echt gefreut hat. Da es aber in der Schweiz IMMER eine Pause im Film gibt, war ich diesbezüglich schon etwas angefressen, aber so ist das da eben

Der Beginn von Indy 4 ist wirklich gelungen, fügt er sich doch allein optisch in die alten Teile ein. Der Flair kommt einfach sofort rüber und man freut sich auf die Dinge die da noch kommen werden. Leider kommt dann sofort die total sinnlose und bescheuerte Kühlschrankszene, aber gut, darüber schaut man dann knädigerweise mal hinweg. Shia LeBeouf wird ebenfalls zu Beginn sehr schön in die Story eingeführt und hat dann doch auch recht großen Anteil am Film. Im Gegensatz zu Indys Gegenspielin Kate Blanchett die so blaß rüberkommt wie ihr Makeup. Leider. Da wünscht man sich doch mehr Hintergrundinfos und ein bißchen mehr Tiefgang. Dann war mal Pause und man hat sich unterhalten gefühlt aber mehr auch nicht. Zu diesem Zeitpunkt war ich wohl bei 6 Punkten angelangt. Ordentliche Story, ein paar nette Actionszenen und ein sympatischer Shia Lebeouf. In der Hoffnung das Indy 5 noch eine Schippe drauf legen wird ging es in die 2. Hälfte. Leider baut Indy hier wirklich stark ab. Tolle Rätsel sucht man vergeblich und auch mag so etwas wie Spannung überhaupt nicht aufkommmen. Die Reise geht eben weiter aber gefesselt ist man irgendwie nicht. Man merkt auch richtig dass hier krampfhaft versucht wurde, sich selber ein wenig auf die Schippe zu nehmen, was aber fast immer in einem sehr platten unlustigen Gag endet (Einzig die Schlangenszene war wirklich nett).. Ok, man bekommt wieder hier und da ein paar nette Effekte vorgesetzt aber sonst.... Und dann kommt eben das große Finale und das ist ohne hier spoilern zu müssen der größte Müll den ich seit langem gesehen habe. Wie man das so versauen kann ist mir wirklich ein Rästel. Sicherlich war die letzten Indy Teile auch nicht gerade realistisch, aber das wird nur noch schlecht. Und das Sahnehäupchen bekommt man danach auch noch.

--> Indy 4 Nein Danke. Kommt mir sicherlich nicht in die Sammlung und ich beneide keinen (vorallem nicht die richtigen Indyfans zu denen ich mich nicht unbedingt zähle) um seinen Kinobesuch.

Mir ist es einfach unverständlich wie man einen 4 Teile der doch von Fanseite her solch hohe Erwartungen hat so verhunzen kann. Ein Film in Mumie 2 Qualität hätte doch wirklich ausgereicht. Da merkt man mal was ein Ende alles ausmacht.

So summa summarum macht das in der Endabrechnung dann:
1. Hälfte 6 Punkte
2. Hälfte 0 Punkte
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Duschschnitt 3 Punkte
-0,5 als Bonus für die letzten 15min
-0,5 weil Sie der tolle Trilogy erhebliche Kratzer hinzugefüght haben
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Endwertung 2 Punkte

Trotzdem euch viel Spaß.

Meine Wertung: 2 von 10 Punkte


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