Speedys Filmtagebuch


Speedys Filmtagebuch - Hostel (FFN 2006)

Hostel (FFN 2006)

 

Hostel (FFN 2006)

Gesehen am:
07.04.2006

Wo gesehen:
CinemaxX Berlin

  Review:
Die Freunde und Rucksacktouristen Paxton (Jay Hernandez) Josh (Derek Richardson) und Oli (Eython Gudjonsson) sind nach Amsterdam gereist um dort so richtig die Sau raus zulassen. Nach einigen Tagen wird ihnen aber auch dies zu langweilig und das amerikanische Trio überlegt wohin die Reise als nächstes geht. Dabei bekommen sie einen echten Geheimtipp: In Bratislava soll es nur so von willigen Schönheiten wimmeln, welche nur auf Amerikaner warten. Gesagt getan. Und tatsächlich … dort angekommen verfallen die Drei schnell den lokalen Schönheiten. Der Trip entpuppt sich jedoch als tödliche Falle …

Fantasy Film Fest Nights 2006 – Berlin Samstagabend: Auf dem Programm steht der mega gehypte Film "Hostel". Für mich als Süddeutschen nicht unbedingt der nächste Weg in Kino zu gehen, aber Berlin ist ja immer eine Reise wert. Zusammen mit den "treuesten Gefährten" machten wir uns also auf ins CinemaxX am Potsdamer Platz. Als zusätzliches Schmankerl hat sich dann auch noch der amerikanische Regisseur Eli Roth angekündigt. Schon vor dem Film lies er es sich nicht nehmen, das Publikum im nicht ganz vollen Saal zu begrüßen. Die Ankündigung das es nach dem Film für Fragen zur Verfügung stehe, sorgen zudem für entzücken, dazu aber später mehr!

Der Film beginnt als typisches Roadmovie. Der Trip der Rucksacktouristen aus Amerika u.a. durch Amsterdam mit schönen Mädels und Gras erinnert zwangsläufig an Eurotrip. Lediglich die ganz krasse Überzeichnung wird ausgelassen. Dennoch macht der Film zu Beginn alle Anstalten eine mehr oder weniger durchschnittliche Komödie zu werden. Wer da zu spät ins Kino kommt und evtl. die Opening Credits verpasst hat, könnte sich schon fragen ob er sich im richtigen Saal befindet. Glücklicherweise ist der Film zu dieser Zeit einigermaßen amüsant und bietet freizügige Mädels, dennoch vergeht sehr viel an Zeit. Zeit, welche zwar teilweise dafür genutzt wird die Figuren genauer kennen zu lernen, doch hätte dieses Passage durchaus gekürzt werden können.
Im eigentlichen Horror Part kann der "Cabin Fever" Regisseur Eli Roth dann wieder sein Können ausspielen. Mit sehr einfachen Mitteln und ganz nebenbei einem verschwindend geringem Budget, gelingt es ihm zumindest für eine kurze Zeit eine sehr bedrückende Atmosphäre aufzubauen. Leider hat dieses wirklich hohe und bedrohliche Horrorniveau nicht all zu lange bestand, und zum Finale hin verfällt der Film wieder eher in die Richtung anspruchsloser Splatter. Schade, denn an und für sich wäre hier Potential für mehr vorhanden gewesen. So ist der Film zumindest in seiner Story nicht konsequent. Lediglich seinem Stil lieber mit wenig Budget zu arbeiten aber dafür sämtliche Freiheiten zu haben, ist Roth treu geblieben. Dies verdeutlichte er auch in der anschließenden Fragerunde.
Der 1972 geborene US Amerikaner lieferte dabei einen äußerst sympathischen Auftritt ab. Neben der Anmerkung man solle ihn ruhig fragen wie er auf solch einen "fucking shit" gekommen ist, plauderte er ausgiebig aus dem Nähkästen. Unter anderem wie Quentin Tarantino in das Projekt involviert wurde, wie Takeshi Miike zu seinem Auftritt kam und warum er Angebote wie "House of Wax" oder "Ein Duke kommt selten allein" ablehnte. Auch ein paar Anekdoten aus den Dreharbeiten gab er zu Besten. Dabei vermittelte er zu keinem Zeitpunkt den Eindruck dies wäre nun ein Pflichttermin für ihn. Im Gegenteil, man merkte ihm die Freude an sich mit den Fans über seinen Film zu unterhalten. Dummerweise musste der Moderator den Plausch dann irgendwann unterbrechen, da die nächste Vorstellung im Kino anstand.

"Wird also Hostel dem großen Hype gerecht?" Diese Frage würde ich klar verneinen. Dafür bietet er den Genre Fan einfach zu wenig neues. Selbst den Gewaltlevel würde ich jetzt, entgegen der Propaganda, nicht als ausufernd hoch bezeichnen. Nichts desto trotz ist "Hostel" ein amüsanter, dreckiger Film geworden. Wenn auch leider nur kurz, aber im den dunklen Kellergewölben kommt doch auch tatsächlich richtig gute Horrorstimmung auf. An und für sich wäre dies in meinen Augen eine solide 6 von 10 Punkte Wertung. Der sympathische Auftritt des Regisseurs ist mir dabei jedoch ein Bonuspunkt wert!
Meine Wertung: 7 von 10 Punkte
Action
Humor
Spannung
Anspruch

Durchschnittliche Userwertung: 4.8 Punkte

 

Kommentare:

Knuddel (http://katy.has-no-homepage.ne) hat den Film gesehen und schreibt am 12.04.2006 - 09:57 Uhr:
Hmm...also, wenns jetzt nur um den Auftritt von Eli Roth ginge, gäbs von mir ne glatte 10/10. Vielleicht hätte ich dem Film ansonsten auch nur 4/10 gegeben, wer weiß. Nachdem der Herr Director jedenfalls seinen Auftritt hingelegt hatte, war mir auch der Film sympatischer geworden!
Ansonsten kann ich erstens nicht verstehen, warum so ein Hype um diesen ach so brutalen Film gemacht wurde - da gabs nix, was es nicht schon mal gab bis auf eine Sache vielleicht und die Kamera hat da auch nicht immer drauf gehalten - und zweitens hat es entschieden zu lange gedauert, bis die Story mal in Fahrt kam. Anderthalb Studen Euro-Trip und ne halbe Stunde Horror-Trip oder so ähnlich. Ersteres war ja ganz nett...aber das hätte man doch wirklich auch ein bisschen kürzer halten können!

Meine Wertung: 5 von 10 Punkte

BumBum (http://www.BumBum2000.de) hat den Film gesehen und schreibt am 13.04.2006 - 14:36 Uhr:
Nachdem der Anfang einen doch sehr an "Eurotrip" erinnert hatte, plätschert der Film dann so vor sich hin. Leider war er bis auf 5min eine Atmospährische Null - da wäre mehr drin gewesen und als sehr brutal würde ich den Film auch nicht sehen, da gibts es wirklich ekligeres. Dafür wurden wir mit dem Q & A mit Eli Roth belohnt - alleine dafür habe ich gerne den Eintritt bezahlt. Nächstes Mal bitte entweder ein guter Film wie Cabin Fever oder nur nen Kurzfilm und dann 90min mit Eli Roth *bg*

Meine Wertung: 6 von 10 Punkte

laNar hat den Film gesehen und schreibt am 09.05.2006 - 23:00 Uhr:
Als ich die ersten Stimmen hörte dachte ich: Scheiße, eine Synchronisation wie bei einem Soft-Porno. Und - oh wunder - der Film sah immer mehr nach ebendiesem aus. Die absolut unsmyphatischen "Hauptprotagonisten" ficken sich so durch Europa, dabei wird kein noch so blödes Klischee ausgelassen. Dann die Folterszenen: Eklig und sinnlos... Warum soll ich mir angucken wie die Menschen da durchbohrt und ihnen die Augen ausgebrannt werden? Damit ich geschockt werde? So eine Scheiße, da guck ich lieber SAW, der war noch schön unterhaltend.
*ironie an* Und die Gewalt... aaah das ist ja nur ein Spiegel, der unserer Gesellschaft vorgehalten wird, und der Film hat mich wirklich zum Nachdenken gebracht und wer den Film nicht gut findet der hat die MESSAGE (yeaaah) nicht verstanden. *ironie aus*
Nene... wirklich dämlicher Film - Finger weg!

Meine Wertung: 1 von 10 Punkte

creeper hat den Film gesehen und schreibt am 28.11.2007 - 10:30 Uhr:
fängt an wie ein lockerer teenie roadmovie was ich ganz witzig finde...danach wirds zu einem torture porn - zwar nicht so hart wie saw 3, aber härter als saw 1.
und man kann sich gut in die aussichtslose lage des hauptkarakters reinversetzen was dem film noch einen pluspunkt gibt finde ich. wie fändets ihr es denn wenn ihr da auf dem stuhl sitzen würdet... aua sag ich da nur.
komm übrigens aus der solwakei...dort is es net wirklich so xD

Meine Wertung: 7 von 10 Punkte


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