Speedys Filmtagebuch


Speedys Filmtagebuch - Inside Man

Inside Man

 

Inside Man

Gesehen am:
24.03.2006

Wo gesehen:
Gloria Stuttgart

  Review:
Detective Keith Frazier (Denzel Washington) spekuliert auf eine Beförderung. Leider stehen ihm da ein paar Anschuldigen, er hätte Geld in seine eigene Tasche verschwinden lassen, im Wege. Da die eigentlich zuständigen Kollegen im Urlaub sind, bekommt er von seinem Boss einen Bankraub als neuen Fall zugewiesen. Zusammen mit seinem Partner sieht es sich wenig später als Gegenspieler von Dalton Russel (Clive Owen) wieder. Dieser behauptet den perfekten Bankraub geplant zu haben. In der Tat bereitet dessen Vorgehensweise den Polizisten so einige Kopfschmerzen, passt sie doch gar nicht in das typische Bild eines Bankräubers. Und Tatsächlich scheint Russel alles zu Wissen und voll im Griff zu haben. Auch nicht vorhersehbare Geschehnisse in Form von Anwältin Madeline White (Jodie Foster) bringen ihn nicht aus der Ruhe …

Der neue Thriller von Regisseur Spike Lee ist alles andere als typisch für ihn. Hat sich der Filmemacher in der Vergangenheit eher mit Themen wie Rassismus auseinandergesetzt, so ist bei „Inside Man“ schon die Besetzung ungewöhnlich: Clive Owen, Denzel Washington, Jodie Foster, Williem Dafoe und Christopher Plummer kann sich wahrlich sehen lassen.
Auch die Bollywood Musik ist für eine derartige Hollywoodproduktion alles andere als gewöhnlich.
Die größte Stärke des Filmes liegt aber eindeutig in seinem Drehbuch. Dieses ist wirklich grandios. Echte logische Schwächen lassen sich auch bei näherem Hinsehen nicht aufdecken. Zudem erlaubt es den beiden Hauptdarsteller Washington und Owen genial aufzutrumpfen. Die beiden liefern sich, zur Freude der Zuschauer, einen herrlichen Streit wer denn nun der Schlauere von beiden ist.
Spike Lee typisch spielen dabei später aber auch wieder Rassismus und Unterdrückung eine Rolle. Zwar nicht unbedingt vordergründig, aber doch nicht zu verachten.
Insgesamt kann man den Film also als durchaus vielschichtig bezeichnen. Die Eindrücke welche der Trailer vermittelt hat und die dadurch entstandenen Erwartungen, kann „Inside Man“ locker erfüllen und sogar übertreffen.
Leider schafft es der Film aber nicht ohne Fehl und Tadel zu sein. Eigentlich ein genialer Kniff des Regisseurs geht leider etwas nach hinten los. (Leichter Spoiler)
spoiler:
Ab seinem bestimmten Zeitpunkt werden in den laufenden Bankraub, Verhöre der ermittelten Beamten eingestreut. Zunächst für den Zuschauer nicht ganz einzuordnen, wird schnell klar das sich diese zeitlich nach dem Bankraub abspielen.

Im Grunde ein super Kniff, doch wird dadurch leider viel Spannung aus dem Film genommen. Versierte Kinogänger können sich durch diese vorzeitige Infos schon viel vom Filmende zusammenreimen. Für mich persönlich war dies „Vorschau“ schlicht zu früh in den Film eingebaut. Auch dadurch wirkt der Film gegen Ende etwas in die Länge gezogen

Dennoch sollte man sich nicht davon abschrecken lassen und sich „Inside Man“ auf jeden Fall im Kino anschauen. Aufgrund seines hervorragenden Drehbuchs und der erstklassigen Besetzung wird einen der Film sicherlich nicht enttäuschen!
Meine Wertung: 8 von 10 Punkte
Action
Humor
Spannung
Anspruch

 

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