Speedys Filmtagebuch


Speedys Filmtagebuch - Running Scared (Sneak)

Running Scared (Sneak)

 

Running Scared (Sneak)

Gesehen am:
06.02.2006

Wo gesehen:
Metropol Stuttgart

  Review:
Der Kleinkriminelle Joey Gazelle (Paul Walker – Into the Blue – The Fast and the Furous) soll für seine Mafiabosse die Waffen verschwinden lassen. So auch eine auffällige, kurzläufige Pistole, mit der ein korrupter Bulle erschossen wurde. Statt die Waffen jedoch wirklich loszuwerden, versteckt Joey sie in seinem Keller. Wirklich brennslich wird die Lage für ihn, als wenig später der Nachbarsjunge Oleg (Cameron Bright – Godsend) seinen russischen Vater genau mit dieser Waffe anschießt und flüchtet. Joey kämpf von nun an mehreren Fronten: Seine Bosse machen ihm Druck wegen der Pistole, die Cops suchen den Jungen und die Tatwaffe und die Russen sind ebenfalls nicht gerade bei guter Laune …

„Running Scared“ war für mich ein eher unbekannter Film, der nun genau 52 Tage vor seinem offiziellen Deutschlandstart in der Sneak gezeigt wurde. Gut, ich habe mich versucht auf den Film einzustellen, doch viele Infos über ihn gab es nicht. Auch Regisseur Wayne Kramer ist eher Unbekannt und bei Fans dürfe es höchstens mit dem Stichwort „The Cooler“ klingeln.

Thematisch bewegt sich der Film im Genre der Gangster-Thriller und beginnt eigentlich mit dem Storyende, um wenig später mit einer Rückblende so richtig zu beginnen. Im Nachhinein kann ich diesen Storyaufbau nicht wirklich nachvollziehen, doch alles der Reihe nach:
„Running Scared“ ist durchaus gut besetzt und startet sowohl temporeich als auch actionlastig. Eingestreute Gags fehlen dabei genauso wenig wie blutrünstige Szenen.
Trotz alledem hat „Running Scared“ aber nimmer noch die Zeit, im Laufe des Films seine Hauptcharaktere angemessen aufzubauen und ihnen damit Leben einzuhauchen. Ok, Schießbudenfiguren sind auch mit von der Partie, doch hält es sich insgesamt gut die Waage.
Wirklich auszeichnen kann sich der Film durch seine ansprechende Kameraführung. Actiontypisch ist diese natürlich rasant, wackelig und immer voll im Geschehen, nimmt sich jedoch auch in ruhigeren Minuten die Freiheit heraus zu Glänzen. Dies erfolgt dann meist in Form von untypischen Blickwinkeln oder halsverrenkenden Schwenks. Insgesamt sind diese Einstellungen jedoch zu keinem Zeitpunkt zu stylisch oder zu übertrieben.

Soviel zu den glanzvollen Seite des Films. Leider verbergen sich hinter der ansprechende Optik auch einige Schwächen. Vor allem die Story wirkt mit zunehmendem voranschreiten immer konstruierter. Gelingt es „Running Scared“ zu Beginn noch den Zuschauer zum mitfiebern zu bewegen, bereiten diesem die teilweise haarsträubenden Handlungen der Hauptcharaktere wenig später schon Kopfschmerzen. Das Fass zum überlaufen bringt dann jedoch der völlig unnötige Storytwist gegen Ende. Allerspätestens dann ist es vorbei mit der Glaubwürdigkeit. Die Luft ist zu diesem Zeitpunkt eh schon raus, da ein Teil des Filmendes, wie bereits angesprochen, zu Beginn vorweg genommen wurde.
Doch wozu diese Maßnahme? Keine Ahnung, vermutlich eine Laune des Cutters!
Die deutlich zu patriotisch ausgefallenen Schlussminuten machen dann auch nicht mehr viel aus. Der Zuschauer wird eher froh sein das der Film nun vorbei ist, läuft dabei jedoch Gefahr den teils ansprechend gestaltete Abspann zu verpassen.

Sollte das Marketing für den Film „Running Scared“ nicht erst noch anlaufen, läuft dieser Gefahr zum Underdog-Film zu werden. Mit ansprechender Optik, actionreichen Sequenzen und einigen guten Gags (Stichwort Mastercard) auf der Habenseite, steh diesen eigentlich nur eine etwas konstruiertes Szenario und die zu Beginn bzw. Ende eigenwillig geschnittene Story gegenüber. Den einen stört es mehr, den andere weniger. Sehenswert ist der Film für Fan der etwas ruppigeren Gangart dennoch …
Meine Wertung: 6 von 10 Punkte
Action
Humor
Spannung
Anspruch

Durchschnittliche Userwertung: 8 Punkte

 

Kommentare:

BumBum (http://www.BumBum2000.de) hat den Film gesehen und schreibt am 07.02.2006 - 07:27 Uhr:
Ich leg jetzt einfach mal vor:

Man gehe von einem Durschnitt von 5 Punkten aus, darauf ergibt sich auf der Habenseite:

+1 Punkt für die Action
+1 Punkt fürs Blut *bg*
+1 Punkt für die Eishockeyaction
+1 Punkt für die Skurile Familie
+1 Punkt für ein paar nette Ideen
+1 Punkt dafür das es auch ein paar nette Gags gab
+4 Punkte für den genialen Mastercardjoke

Aber leider muss man natürlich auch wieder etwas abziehen

-1 Punkt für die doch etwas konstruierte Story
-2 Punkte für den bescheuerten Patriotismus am Ende
-5 Punkte für das nervige Ende (hat viel kaputt gemacht, auch wenns nur 5Min zu viel waren)

Sollte dann auf 8 Punkte kommen sofern ich mich nicht verrechnet habe.

Alles in allem vorallem für die Sneak ein wirklich sehr guter Actionthriller mit einigen guten Ideen und netten Gags gewürzt. Als fader Beigeschmack bleibt bei mir nur das nervige Ende - alles andere war klasse.

Unbedingt angucken!!!!

Meine Wertung: 8 von 10 Punkte


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