Speedys Filmtagebuch


Speedys Filmtagebuch - The Amityville Horror

The Amityville Horror

 

The Amityville Horror

Gesehen am:
25.04.2005

Wo gesehen:
Ufa Palast Stuttgart

  Review:
USA Ende des Jahres 1975. Die verwitwete Kathy Lutz zieht zusammen mit ihrem Freund George und ihren Kindern in ein einsames Haus in Amityville. Eigentlich hätte sich die Zwei dieses Anwesen direkt an einem See überhaupt nicht leisten können, doch es wurde ihnen sehr günstig verkauft. Erst kurz vor dem Einzug erfahren sie, dass vor einem Jahr dort ein junger Mann mehrere Menschen und anschließend sich selbst umgebracht hat.
Relativ schnell merkt die junge Familie, dass an dem Haus irgendetwas komisch ist. Es geistern Stimmen durch die Mauern und die Situation wird zunehmend unheimlicher und dramatischer …

"The Amityville Horror" ist gut ein Jahr nach "The Texas Chainsaw Massacre" das zweiten Horror-Schocker Remake von Produzent Michael Bay. Schon zu Beginn kann der Film mit einer packenden Atmosphäre aufwarten. Während des Ablebens der Ersten Familie im Amityville Haus tobt ein heftiges Gewitter. Die Leinwand des Kinos bleibt während dessen lange Zeit dunkel und lediglich bei den Blitzen ist etwas von Geschehen zu erkennen. Gut, dieser Einfall ist nicht unbedingt der neuste, jedoch ist die Umsetzung zusammen mit dem Sound sehr gut gelungen. Epileptiker sollen man jedoch allerdings besser nicht sein, denn die hell dunkel Wechsel sind schon recht drastisch.
Im weitern Verlauf schafft es der Film diese stimmige Atmosphäre weitestgehend aufrecht zu erhalten. Zwar lässt sie nach dem gelungen Auftakt zunächst wieder etwas nach, kann jedoch wenig später erneut zulegen.
Die Story um ein mysteriöses Haus ist allerdings nicht ganz neu. Hat doch schon in den 80er Jahren Stanley Kubrick den Bestsellerroman "Shining" von Stephen King verfilmt. Die grundlegende Thematik beider Film ist recht dicht beieinander. Um jetzt aber keine Missverständnisse aufkommen zu lassen, Amityville Horror ist kein zweites Shining. Dafür liegen auch schon viel zu viele Jahre zwischen den Beiden Filmen. Ein Remake ist der Streifen, wie bereits angesprochen, trotzdem. 1979 wurde die geschickte um das verhexte Haus zu ersten Mal verfilmt. Vergleiche kann ich an dieser Stelle, da ich das Original nicht gesehen habe, allerdings nicht anstellen.
Gegenüber jüngsten Horrorfilmen kann "The Amityville Horror" mit einigen wirklich guten Erschreckmomenten aufwarten. Wer hier nicht zusammenzuckt hat entweder sehr gute Nerven, oder ist ein alter Hase des Genres. Doch auch diese vermag der Film vermutlich das eine oder andere Mal zu überraschen, wenngleich er das (Film)Rad nicht neu erfindet.
Angenehm ist des Weiteren, dass ein exzessiver Bluteinsatz wie sonst bei derartigen Filmen üblich, bei Amityville ausbleibt. Erst gegen Ende fließt mehr vom roten Saft. Dann beginnt der Streifen allerdings auch etwas mit schwächeln. Das Ende fällt im Gegensatz zum restlichen Film etwas lasch und unspektakulär aus. Damit meine ich jetzt nicht die Auflösung der Storyline insgesamt, sondern mehr wie diese umgesetzt wurde. Im Grunde schlicht zu simpel und nicht wirklich überraschend.

"The Amityville Horror" ist trotz einiger Schwächen gegen Ende des Films sicherlich der Beste Horror-Schocker das mir in jüngster Zeit untergekommen ist. Mit einigen wirklich gelungen Erschreckszenen einer soliden Story und packender Atmosphäre vermag er den Puls des Zuschauers 90 Minuten in die Höhe zu treiben.
Meine Wertung: 7 von 10 Punkte
Action
Humor
Spannung
Anspruch

Durchschnittliche Userwertung: 6 Punkte

 

Kommentare:

BumBum (http://www.BumBum2000.de) hat den Film gesehen und schreibt am 26.04.2005 - 14:11 Uhr:
Um es gleich vorweg zu nehmen, mein Fall war der neue Recyling-Horror-Film nicht.

Hmhm, wo fange ich denn an. Für mich ist „Amityville Horror“ einfach ein ein belangloses Remake mit neuem „coolerem“ und somit ansprechenderen Look – was schon bei „The Texas Chainsaw Massacre“ nicht geklappt hat.
Das Hauptproblem ist wohl, dass die Figuren als auch die Geschichte keine Tiefe haben. In einem sehr vorhersehbaren Aufbau folgt Schock auf Schock – der mit Musik noch so plakativ unterlegt wird, dass alles nur kein wirklicher Horror entsehen will. Zu schnell durchschaut man das einfache Strickmuster.

Dazu kommt, dass es absolut keine neuen Ideen gibt, alles wirkt wie aus der Konserve. Leider

Daann kommen noch die recht schlechten Hauptdarsteller – sie vermitteln einem einfach nicht das Gefühl von Angst - dazu und schon ist der Müll perfekt. Meist wirkt es eher wie eine Komödie. Gerade Burt Reynolds schafft es nicht den Wandel vom netten, liebenden Ehemann und Stiefvater zum mordlüsternen Wahnsinnigen - er wirkt denkbar unglaubwürdig.

Alles in allem scheitert der Film bereits an der grundlegenden Aufgabe seines Genres – er erzeugt einfach weder Angst noch innere Anspannung – Deshalb kann ich nur Hoffen dass in Zukunft mal wieder etwas innovativere Horror-Filme in die Kinos kommen (siehe z.B. Identität)


Meine Wertung: 3 von 10 Punkte

SirkoTino hat den Film gesehen und schreibt am 08.06.2005 - 09:13 Uhr:
Tja. Kann mich da BumBum nicht anschließen.
...sorry
...aber ich kann den Film nur empfehlen.
Der Film überraschte mich genauso wie "SAW". ...erstma nur anschauen, aber hinterher war ich begeistert.
Sicher! MAn kennt die Story.Aber der Film versucht gar nicht einfach nur das Orginal nur zu kopieren, sondern trifft den heutigen Nerv der Zuschauer. Er zeigt klasse Bilder, ist echt spannend und reißt einen mit.
...einen Blick ist der Film auf jeden Fall wert.
Achja, ...und Ryan Reynolds gibt die beste Leistung seiner Karriere. War aber nach dem miesen Auftritt in Blade Trinity auch net allzu schwer...


Meine Wertung: 8 von 10 Punkte

s.c. hat den Film gesehen und schreibt am 18.07.2007 - 13:19 Uhr:
Alles in allem ein gelungenes, gutes Remake, welches spannend anzusehen ist.

Meine Wertung: 07 von 10 Punkte

Meine Wertung: 7 von 10 Punkte


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