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Speedys Filmtagebuch - An American Crime (FFF 2007)

An American Crime (FFF 2007)

Review von BumBum

 

An American Crime (FFF 2007)

Gesehen am:
29.07.2007

Wo gesehen:
Metropol Stuttgart

  Review:
Zum Film:
1965 wurde ein 16-jähriges Mädchen im beschaulichen Bundesstaat Indiana in den Keller gesperrt und aufs gehässigste gequält. Nicht von einem der üblichen Verdächtigen – nein, von ihrer Pflegemutter, deren eigenen Kindern und der halben Nachbarsjugend! Die Willkür und Bodenlosigkeit dieses Verbrechens war ein tiefer Schock für die amerikanische Öffentlichkeit. Tommy O’Havers Verfilmung gelingt es, den Fall in schier unerträglicher Intensität nachzuzeichnen.
Es ist die Leidensgeschichte der jungen Sylvia (Ellen Page aus HARD CANDY). Weil ihre Eltern auf Reisen sind, lebt sie gemeinsam mit ihrer jüngeren Schwester Jennie für zwanzig Dollar die Woche in Pflege bei Gertrude Baniszewski und ihren sieben Kindern in bescheidenen Verhältnissen. Sylvia ist ein braves Mädchen. Genau dies wird ihr zum Verhängnis, als herauskommt, dass Gertrudes älteste Tochter Paula schwanger ist. Der aufgestaute Zorn der alleinerziehenden, alkoholabhängigen Mutter entlädt sich urplötzlich auf Sylvia: Als „schlechter Einfluss“ diffamiert wird der Teenager im Keller gefesselt und mittels Nahrungsentzug und Schlägen von Gertrude und den Kindern „bestraft“. Alle machen mit oder schauen zumindest zu. Es ist eine Hemmschwelle gefallen, ohne die sich die Gräueltat blitzschnell zur Norm etabliert...

Meine Kritik:
So, dann will ich mal. Auch wenn man durch die Inhaltsbeschreibung mehr oder weniger den ganzen Film schon kennt, weiß dieser doch zu fesseln. Sicherlich ich es gerade am Anfang etwas zäh also er die ganzen Charaktere einführt. Dies wird aber dann umgehend besser und man schaut nur ungläubig zu wie diese Tragödie in diesem Ausmaße hat passieren können. Dabei wissen gerade die Schauspieler zu überzeugen, allen voran Ellen Page bekannt (aus Hard Candy bekannt) als die misshandelte Sylvia und Catherine Keener (bekannt aus Capote) als die eigentlich fürsorgende Mutter die langsam zu Grunde geht. Obwohl der Film eigentlich nur im Haus Baniszewski spielt und Zwischendurch mit Szene der Gerichtsverhandlung unterbrochen wird, weiß es Reggiseur Tommy OHaver sehr gut die Grausamkeit der Taten einem fassungslosen Publikum darzustellen. Bei einem Film dieser Art gehören gewisse längen wohl dazu, aber schafft er es gerade in der 2ten Hälfte recht kurzweilig zu sein. Alles in allem sehr schwere Kost die gut umgesetzt worden ist und von den sehr guten Schauspielern lebt.
Meine Wertung: 7 von 10 Punkte
Action
Humor
Spannung
Anspruch

 

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