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Speedys Filmtagebuch - The Last Winter (FFF 2007)

The Last Winter (FFF 2007)

 

The Last Winter (FFF 2007)

Gesehen am:
29.07.2007

Wo gesehen:
Metropol Stuttgart

  Review:
Im ewigen Eis von Alaska soll ein Team rund um Ed Pollack (Ron Perlman) die Förderung von Erdöl vorbereiten. Eigentlich nichts besonderes, doch die Ödnis und Einsamkeit der Umgebung macht allen Beteiligten zu schaffen. Nachdem ein Teammitglied wenig später nackt und erfroren im Eis gefunden wird, überschlagen sich die Ereignisse. Rätselhafte Phänomene spaltet die Gruppe …

Jeder eingefleischter Filmfan sollte sich bei der Inhaltsangabe von "The Last Winter" an den Horrorklassiker "Das Ding aus einer anderen Welt" erinnert fühlen. Die Ausgangslage hat einige Parallelen und weckte bei mir als Fans des Remakes von John Carpenter aus dem Jahre 1982, einige Erwartungen.
"The Last Winter" kann diese zu Beginn auch durchaus erfüllen. Das Filmset und die Location stimmen, die Charaktere werden eingeführt & wirken interessant und der Film beginnt atmosphärisch. Leider wird der Zuschauer für seine anfängliche Aufmerksamkeit nicht weiter belohnt. Nachdem die Sachlage mit der Abgeschiedenheit und anderen Problemen der Crew erläutert wurden, verliert die Geschichte zunehmend den Zug. So recht mag das Geschehen nicht in Gang kommen und darunter leider im weiteren Verlauf vermehrt die Spannung. Auch eine Weiterentwicklung der Charaktere und deren innere Zerrissenheit werden nur halbherzig abgehandelt. Im direkten Vergleich zu "Das Ding aus einer anderen Welt", fühlt sich "The Last Winter" wie nach einem Weichspülgang an.
Auch wenn die Mischung Öko/Horrorthriller und die Natur schlägt zurück nicht unbedingt die einfallsreichste ist, hätte der Film mit einem stärkeren Fokus auf das Forscherteam, deutlich besser funktionieren können. Stattdessen schlägt der Film im Finalen Drittel einen anderen Weg ein.
spoiler:
Der Zuschauer bekommt mysteriöse Lebewesen aus dem Eis präsentiert, welche durch die Bohrungen offenbar geweckt wurden. Rätselt der Zuschauer zunächst noch, ob es sich dabei nur um Halluzinationen der Crewmitglieder handelt, präsentiert der Film dieses Geheimnis zum Schluss in tonaler Form. Mehr gab das Budget offenbar nicht her. Ärgerlich ist daran jedoch nicht die Art und Weise, sondern viel mehr das der Film so im Grunde fast keine Fragen offen und nur wenig Raum für Diskussionen lässt!


"The Last Winter" ist ein Horror Thriller, welcher leider nur in der Ausgangslage an bekannte Genreklassiker anknüpfen kann. Die Geschichte wird dem Zuschauer zu seicht und ohne emotionale Höhepunkte präsentiert. Knisternde Spannung sieht anders aus.
Meine Wertung: 4 von 10 Punkte
Action
Humor
Spannung
Anspruch

 

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