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Speedys Filmtagebuch - La Antena (FFF 2007)

La Antena (FFF 2007)

 

La Antena (FFF 2007)

Gesehen am:
28.07.2007

Wo gesehen:
Metropol Stuttgart

  Review:
Mr. TV regiert eine Stadt ohne Stimme. Mit seinen Sender hat er die Menschen unter Kontrolle und ihre Stimmen gestohlen. Doch seine Macht genügt ihm noch nicht. Um den Menschen auch noch ihren letzten Willen stehlen zu können, entführt er die einzige Person, welche noch eine Stimme besitzt.
Ein Fernsehtechniker bemerkt das Vorhaben von Mr. TV und versucht trotz Aussichtslosigkeit ihn aufzuhalten.
"Bilder sagen mehr als Worte", getreu diesem Motto geht der argentinische Regisseur Esteban Sapir bei seinem Film "La Antena" vor. Dieser setzt vorwiegen auf die visuelle Ausdruckskraft der Bilder. Nur selten kommen kleinere Dialogszenen vor. Diese sind zudem wiederum visuell ausgedrückt, sprich die Worte sind geschrieben!
Seine Bilder in schwarz/weiß lassen den Film letztendlich als Hommage an frühere Stummfilmklassiker wie beispielweise Metropolis erscheinen.
Eine langsam voranschreitende Story liegt in der Natur der Umsetzung von "La Antena". Dies sollte jedem interessierten bewusst und klar sein. Leider ist die Geschichte insgesamt etwas dünn ausgefallen. Zwar beherbergt der Film viele grandiose Bilder und Metaphern, doch kann auch dies nicht über den niedrigen Gehaltswert der Geschichte hinwegtäuschen.

"La Antena" ist eine visuell sehr kraftvolle Hommage an frühere Stummfilmklassiker. Fans von Metropolis werden viele Stilmittel wiedererkennen und sich lediglich an der dünnen Story stören.
Meine Wertung: 5 von 10 Punkte
Action
Humor
Spannung
Anspruch

Durchschnittliche Userwertung: 6 Punkte

 

Kommentare:

BumBum (http://www.BumBum2000.de) hat den Film gesehen und schreibt am 08.08.2007 - 08:59 Uhr:
Mit der Kritik tu ich mich diesmal wirklich schwer, da der Film einfach so anders ist. Letztendlich ein Stummfilm der mit modernen Tricks aufgepeppt wurde. Dazu ist der Film komplett in schwarz weiß gehalten und kommt fast ganz ohne Ton aus - eben nur Musik wie man es von Stummfilmen her kennt - und macht nur bei "der Stimme" eine Ausnahme. Die Story dabei ist nicht sonderlich spannend, liegt das Hauptaugenmerk doch in der Visualität und den sehr guten Ideen die Kommunikation der Figuren ohne Ton zu verdeutlichen. Dazu wird noch sehr viel mit Symbolen, wie z.B. dem Polizeihauptmann der eine Rattenmaske &-schwanz trägt, gearbeitet. Oder das zur weiten Kommunikation Megaphone benutzt werden. Diese Symbole sind wirklich sehr gut gewählt und in meinen Augen nur im Hakenkreuz/Judenstern gegen Ende unnötig pathetisch dargestellt. Die Story selber ist zu beginn noch recht flott erzählt aber hat dann leider doch einige Längen was mir ganz im letzten Viertel des Films missfallen hat. Wenn ich für eine Szene (z.B. die Menschen der Stadt fallen in Ohnmacht) 5 min brauche anstatt einer, ist das für mich unverständlich und einfach nur nervig. Auch ist der Film insgesamt sehr sehr anstrengend aber einfach mal etwas ganz anderes als die sonst gewohnten Filme. Stummfilmfan werden sicher ihre Freunde haben (ich brauch Stummfilme nicht unbedingt) da La Antenna ein interessant gemachter Film ist, der leider bei der Story Schwächen zeigt und daher in meinen Augen nur Durchschnittskost war!

Meine Wertung: 6 von 10 Punkte


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