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Speedys Filmtagebuch - H6: Diary of a serial killer (FFF 2006)

H6: Diary of a serial killer (FFF 2006)

 

H6: Diary of a serial killer (FFF 2006)

Gesehen am:
26.07.2006

Wo gesehen:
Metropol Stuttgart

  Review:
Antonio war in jungen Jahren gewalttätig und hat seine Freundin umgebracht. Dafür musste er nun 25 Jahre ins Gefängnis und ist erst vor wenigen Wochen entlassen worden. Unverhofft hat er dabei ein ehemaliges Bordell geerbt, welches jetzt leer steht. Zwar ist das Haus teilweise schäbig und heruntergekommen, aber das stört ihn nicht weiter. Zusammen mit seiner erst ganz frisch verheirateten Frau zieht er dort ein.
Da diese in der Nachtschicht eines Krankenhauses als Krankenschwester arbeitet, bemerkt sie nicht, dass Antonio immer noch ein perverses Doppelleben führt …

Und fröhlich grüßt wieder mal die Filmankündigung. Zitat Filmbeschreibung aus dem Fantasy Film Fest Programmheft: "H6, Diary of a serial Killer … tut körperlich weh, weil er weiter geht, als man als Zuschauer eigentlich geführt werden möchte". Jeder Filmfreak sollte nun misstrauisch werden, denn wenn sich ein Film damit brüstet, wie brutal er doch ist, sollten die Alarmglocken angehen. Zu meiner großen Überraschung hält die Ankündigung jedoch was sie verspricht. Der Film tut tatsächlich weh. Allerdings erreicht er dies nicht mit seinem Brutalitätslevel – welchen ich bei weitem nicht an die Spitze des bisher da gewesenen setzen würde – sondern aufgrund dessen wie schlecht er eigentlich ist.
Offenbar hat der spanische Regisseur Martin Garrido Baron vor seinem Erstlingswerk zu oft "American Psycho" gesehen und sich deswegen so stark an diesem orientiert. Herausgekommen ist dabei mit H6 ein Werk, welchem es nicht nur an Konsequenz, Inhalt, und Spannung fehlt, es ist schlicht total Sinnlos!
Zwar wurden gegen Schluss noch schludrig einige religiöse Elemente eingebaut, doch retten die auch nichts mehr. Einzig die Gewaltdarstellungen im ominösen Raum 6 (H6 steht im für habitatcion 6, Zimmer 6) ist außergewöhnlich, aber deswegen noch lange nicht gut in Szene gesetzt.

Übrig bleibt ein weiteres Werk, welches die Welt nicht braucht. Die Gewaltdarstellung ist bei weitem nicht so hoch wie vollmundig angekündigt, dennoch natürlich nichts für sensible Gemüter. Einiges, aber nicht alles, wird zwar gezeigt, doch spielt sich viele dann in den Köpfen der Zuschauer ab. Die totale Sinn und Grundlosigkeit wird bei jedem normalen Menschen jedoch instinktives Kopfschütteln und vor allem bei Filmfans die angekündigten körperlichen Schmerzen verursachen. Eindeutig ein Film der es verdient hat, in irgendeiner dunklen Ecke der Videothek vor sich hin zu verstauben …
Meine Wertung: 1 von 10 Punkte
Action
Humor
Spannung
Anspruch

 

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