Speedys Filmtagebuch


Speedys Filmtagebuch - Inside (FFN 2008)

Inside (FFN 2008)

 

Inside (FFN 2008)

Gesehen am:
13.04.2008

Wo gesehen:
Metropol Stuttgart

  Review:
Bei einem Autounfall verliert die schwangere Sarah beinahe ihr ungeborenes Kind. Ihr Ehemann hat dagegen weniger Glück und überlebt den Unfall nicht. Traumatisiert von dem Unglück lebt Sarah fortan zurückgezogen und pflegt nur noch wenig Kontakt zu ihren Freunden und Bekannten. So kommt es auch, dass sich kurz vor der Geburt alleine zuhause ist, als es an der Tür klingelt. Nicht gutes ahnend, reagiert Sarah zwar vorsichtig, ohne jedoch wirklich zu wissen in welcher Gefahr sie schwebt …

"A L‘Interiour", so der Originaltitel von Inside, ist nach High Tension erneut ein Horrorfilm aus Frankreich, über den international nicht nur unter Splatterfreunden gesprochen werden wird. Zu Beginn noch sehr ruhig und lediglich durch die Tragik des Autounfalles betrübend, fährt der Film nach und nach größere Geschütze auf. Vermutlich schon zum Mittelteil wird der Zuschauer angesichts der schonungslos dargestellten Gewalt, etwas tiefer im Sitz versinken. Bestimmend für die weitgehend packende Atmosphäre, sehe ich vorwiegend jedoch die akustische Untermalung verantwortlich. Durch gezielte, im Kreis pulsierende Schläge, zieht die Soundkulisse schlingenartig um den Zuschauer. Von einigen Zuschauern vermutlich nur unterbewusst wahrgenommen, beeindrucke mich dieser Effekt im Grunde mehr, als alle Bluteffekte zusammen.
Leider besinnt sich der Film nicht auf diese Stärke sondern setzt stattdessen auf scheinbar grenzenlose Gewaltdarstellung. Diese sprengt im finalen Part deutlich die Grenze des guten Geschmacks. Da "Inside" inhaltlich ohne Zweifel nicht viel zu bieten vermag, wird leider über den Gewaltpegel versucht, den Film nachhaltig in der Erinnerung des Zuschauers zu verankern. Tragischer weise wird dies dem Film sogar bei hartgesottenen Filmfreaks gelingen. Die meisten werden mir an diese Stelle jedoch zustimmen, dass ein Film durch derartige Maßnahmen keinesfalls sehenswerter oder gar besser wird.

Spätestens seit diesem Film wird klar, dass die Franzosen nicht nur Weichkäse herstellen können, sondern auch durchaus knüppelharte Horrorfilme jenseits des guten Geschmacks. Die qualitative Spitzengruppe des Filmgenres erreicht Inside damit bei weitem nicht, wohl aber den (vorläufigen) Olymp der Gewaltdarstellung. Sollte einem dies genügen, dann Augen auf und durch. Ob die hiesige FSK jedoch ein Auge zudrückt und der DVD Freigabe erteilt, wage ich jedoch zu bezweifeln ...
Meine Wertung: 3 von 10 Punkte
Action
Humor
Spannung
Anspruch

Durchschnittliche Userwertung: 2 Punkte

 

Kommentare:

BumBum (http://www.BumBum2000.de) hat den Film gesehen und schreibt am 14.04.2008 - 11:45 Uhr:
Und nun zum Abschlussfilmchen der diesjährigen Nights die atmosphärische wieder klassw waren. Inside kann ich leider überhaupt nichts abgewinnen! Die Story ist nicht erwähnenswert, sonderlich spannend oder grusselig ist er auch nicht und lustig schon gar nicht (bis auf 1-2 Szenen). Der Film beschränkt sich auf Splatter ohne Ende - 80min Ekel und brutale Szenen sind die Folge. Das macht mir einfach keinen Spaß - wenn splatter dann schön lustig oder bitte mit einer sehr guten Story dahinter. Aber so ein Film zum vergessen außer man steht auf Scherenkiller. :?
Das der Film nicht in die Kinos gekommen ist kann ich sehr gut nachvollziehen und auch eine ungeschnittene Fassung auf DVD würde mich mehr als wundern.

Meine Wertung: 2 von 10 Punkte


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